Hauptverwaltung der Stadtwerke, Schönebeck (Elbe)

Schönebeck ist eine mittelgroße Stadt in Sachsen-Anhalt, die etwa 15 km südlich von Magdeburg und direkt an der Elbe liegt. Überregional bekannt ist vor allem das älteste Solbad Deutschlands, welches dem Stadtteil Bad Salzelmen den Titel eines anerkannten Heilbades und Kurortes verleiht. Anfang der Jahrtausendwende benötigten die Stadtwerke Schönebeck als kommunaler Energieversorger mit knapp 100 Mitarbeitern ein größeres Bürogebäude für ihre Hauptverwaltung.
Der hierfür ausgerichtete Architektenwettbewerb wurde gutachterlich entschieden und anschließend vollständig realisiert. Besonderen Ausschlag hat die konsequente Übertragung der Unternehmenswerte auf die Grundidee des Entwurfes gegeben, die eine ganzheitlich ökologische Ausrichtung des Gebäudes vorsah.

Projektdaten

Ort: Friedrichstraße 117, 39218 Schönebeck (Elbe)
Bauherr: 
Planung: 1998 – 1999
Bauzeit: 2000
Baukosten: 4.600.000 €
BGF: 2.200 m2
Fotograf: Bernadette Grimmenstein

Ökologische Ausrichtung als Niedrigstenergiehaus

Die intelligente Gestaltung des Baukörpers sowie die Verwendung modernster Materialien ermöglichte die Umsetzung der Zentrale als Niedrigstenergiehaus. Dadurch ist der notwendige Energiebedarf für den Unterhaltsbetrieb erheblich niedriger als im Durchschnitt vergleichbarer Bauten anzusiedeln und unterschreitet auch die rechtlich geforderten Standards deutlich.
Neben diesem ökologischen Anspruch, lag ein Schwerpunkt der Planung auf der Schaffung einer positiven Arbeitsatmosphäre. Das realisierte Ziel war es, dass sich die Mitarbeiter durch die Architektur noch stärker mit ihrem Unternehmen identifizieren können und diese Kultur nach innen und außen weithin sichtbar wird. Obwohl das Grundstück direkt an der Kreuzung zweier vielbefahrener Straßen sowie in unmittelbarer Nähe einer Hauptbahnverbindung liegt, ist diese Aufgabe umfänglich geglückt. Hierfür wurden die beiden in Putz gehaltenen Gebäudeachsen zu einer begrünten zentralen Halle hin orientiert, die den Bau prägt.

Repräsentativer Bau mit hoher Arbeitsqualität

Die gläserne Halle verbindet das ebenerdig betretbare Kundenzentrum mit den Arbeitsplätzen in den oberen Etagen, welche so wirkungsvoll vor zivilisationsbedingten Immissionen geschützt sind. Die Mitarbeiter und Besucher der Stadtwerke tauchen in eine immergrüne Welt ein. Diese Umgebung stellt nicht nur einen optisch attraktiven Arbeitsplatz dar, sondern trägt nachweislich zur Stressreduktion und gleichzeitig höheren Produktivität bei.
In den Innenräumen wurde besonderen Wert auf ein großes Maß an Transparenz und hochwertige Details gelegt. So passen sich die eigens entwickelten Treppen mit ihren filigranen Trägern und Geländern wunderbar in die „Agora“ ein. Die Auflösung von Wandflächen in Bereichen der Fluchttreppen und die abgerundeten Gebäudekanten erzeugen beim Betrachter Spannung und laden zum Besuch ins Gebäude ein.