Wohnbebauung am Jungfernstieg, Eckernförde

Das Ostseebad Eckernförde erfreut sich aufgrund seiner kurzen Wege zwischen Hafen, Strand und Altstadt immer größerer Beliebtheit bei Touristen und Bevölkerung. Das einstige Zentrum der deutschen Fischerindustrie wandelt sich immer mehr zu einem vielbesuchten Ferienziel und lässt durch seine Lage am Ende der Eckernförder Bucht eine Vielzahl an Möglichkeiten des Wohnens an und mit der Ostsee zu.

Projektdaten

Ort: Jungfernstieg, 24340 Eckernförde
Bauherr: 
Planung: 1981 – 1982
Bauzeit: 1982 – 1983
Baukosten: 7.700.000 €
BGF: 5.500m2
Fotograf: Bernadette Grimmenstein

Lage in erster Reihe am Ostseestrand

In exklusivster Lage zwischen Jungfernstieg und Promenade und direkt am Ostseestrand wurde Mitte der 1980er Jahre in drei Bauabschnitten ein neues Wohnquartier, bestehend aus 49 Eigentumswohnungen und acht Stadthäusern realisiert. Die verschiedenen Wohnungsgrößen und Grundschnitte trugen zur sozialen und demographischen Durchmischung des Gebietes bei.

Wohnen mit einzigartigem Blick über die Bucht

Während alle Wohnungen einen grandiosen Wasserblick nach Westen oder Südwesten besitzen, verfügen viele darüber hinaus über Balkone und Terrassen, die ebenfalls den Ausblick auf den Strand und das Meer garantieren. Eine malerisch angelegte Gartenanlage steht allen Bewohnern gemeinschaftlich zur Verfügung und bietet neben dem direkten Strandzugang, halböffentliche Zonen, welche die Kommunikation fördern.
Neben den Geschoss- und den dachgeschossigen Maisonettewohnungen, befinden sich in der Wohnanlage acht exponierte Stadthäuser, deren Wohnflächen sich über mehrere Geschosse erstrecken. Die Dachböden bieten den Eigentümern Kapazitäten für den späteren Ausbau, während im Untergeschoss aus jedem Haus ein direkter Tiefgaragenzugang besteht. Großzügige Grundrisse und moderne Ausstattungen vervollständigen das qualitativ hochwertige Wohnen.

Harmonische Ergänzung der historischen Altstadtbebauung

Bei der Realisierung der Wohnanlage wurde Wert auf eine kleinteilige Bebauung gelegt, die sich wie selbstverständlich in die bereits bestehende Bebauung aus Fischräuchereien und Altstadt einfügen sollte. Daher wurde auf den, in der norddeutschen Region typischen, rotbraunen Backstein zurückgegriffen. So wurde eine langlebige und hochwertige Fassade geschaffen, die jeder Sturmflut trotzt und auch über die späteren Jahrzehnte nichts von seiner Qualität einbüßt.
Die Dächer sind in ihrer Gestalt dem Design der Bestandsarchitektur angelehnt und mit hochwertigen roten Tondachpfannen gedeckt. Die vorgestellten Gauben sind durch eine sich harmonisch einpassende Zinkabdeckung abgeschlossen.
Die Vorbauten, im plattdeutschen auch Utluchten genannt, greifen die typische Bauform in Eckernförde auf und stellen ein weiteres gestalterisches Element dar, mit welchem die traditionell vorhandene Architektur mit modernen Materialien neu interpretiert wurde.  In den Innenräumen wurden so spannende Räume erzeugt, welche einen fantastischen Blick in die freie Natur eröffnen.