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Kinder- und Jugendpsychiatrie,
Stralsund

In dem Neubau wurden die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, die Psychotherapie sowie die Psychosomatik zusammengeführt. Zielsetzung war es, ein vielfältiges therapeutisches Angebot in einem Gebäude zu ermöglichen und gleichzeitig die Laufwege für das Personal zu optimieren.
Planerisch wurden diese Ziele durch die Schaffung funktional getrennter Bauteile erreicht, die jedoch ineinander verschränkt sind. So konnten unterschiedliche Anwendungsbereiche räumlich sehr nah etabliert werden, ohne dass sich die verschiedenen Bedürfnisse gegenseitig einschränken.
Die Kinder- und Jugendpsychiatrie ist eingebettet in eine historische Parkanlage. Die Architektur des Gebäudekomplexes entstand in enger Abstimmung mit der Institutsleitung und der Denkmalpflege.

Projektdaten

Ort: Rostocker Chaussee 70, 18437 Stralsund
Bauherr: Helios Hanseklinikum Stralsund, Große Parower Str. 47-53, 18435 Stralsund
Planung: 2007 – 2009
Bauzeit: 2009 – 2011
Baukosten: 7.730.000 €
BGF: 28.320 m²
Fotograf: rimpf Architektur

Architektur speziell auf Bedürfnisse abgestimmt

Das Gebäude gliedert sich in fünf zweigeschossige Bauteile. Drei parallel verlaufenden Seitenflügel beinhalten pro Geschoss jeweils eine zehn Betten umfassende Station sowie das Therapeutikum im Erdgeschoss. Diese werden aus einem Kopfflügel erschlossen und durch einen Querflügel miteinander verbunden.
Im Kopfteil des Gebäudes befindet sich die geschwungene Eingangshalle mit einer Galerie als Erschließungs- und Aufenthaltsbereich. Daneben sind hier die Hausleitung, die Institutsambulanz, der Eltern-Kind-Bereich sowie zwei Tageskliniken untergebracht.
Durch die Gebäudeform sind zwei- bis vierseitig umschlossene Außenräume bzw. Innenhöfe entstanden, die als kontrollierte Spiel- und Therapieflächen genutzt und auch einzelnen Stationen zugeordnet werden können.

Schaffung geschützter Räume für die jungen Patienten

Einheitliche Farbsysteme ermöglichen nicht nur eine angemessene Wohn- und Therapieatmosphäre, sondern dienen auch der Orientierung. Lounge-Bereiche in warmen Farben und die großzügig gestaltete Eingangshalle erzeugen eine einladende Atmosphäre.
Die Patientenzimmer sind für ein bis zwei Jugendliche ausgelegt und zu kleinen Einheiten gruppiert. Jedes Zimmer hat eine breite Fensterfront erhalten. Die Öffnungsflügel der Fenster in den Zimmern sind mit farbigen Lamellen gesichert, welche dem Gebäude von außen ein sympathisches Gesicht verleihen.
Alkoven bieten den Jugendlichen geschützte Rückzugsbereiche und tragen so zu einer erfolgreichen Therapiedurchführung bei. Anstatt Waschräumen auf den Fluren, befindet sich in jedem Zimmer ein Badezimmer.