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Historische Eisbahn in Planten un Blomen, Hamburg

„Planten un Blomen“ ist eine Parklandschaft mitten in Hamburg mit vielen Themengärten und Einrichtungen. Der Ursprung geht auf einen 1863 gegründeten zoologischen Garten in Hamburg zurück. In vielen Umgestaltungen anlässlich von internationalen und nationalen Gartenausstellungen (1953, 1963, 1973) wurde die Hamburger Parklandschaft mit den Themengärten, Wasserattraktionen und den von Architekten entworfenen Gebäuden umgestaltet und ergänzt. Das Gelände umfasste bereits 1953 „Planten un Blomen“, die Wallanlagen und das Messegelände.

Projektdaten

Ort: Holstenwall 30, 20355 Hamburg
Bauherr: GMH | Gebäudemanagement Hamburg
Planung: 2015 – 2016
Bauzeit: 2016 – 2017
Baukosten:
BGF: 
Fotograf: Hagen Stier

Freiluft Kunsteisbahn auf 4.300m²

Die Kunsteisbahn wurde anlässlich einer Hamburger Gartenschau im Oktober 1935 gebaut; zur internationalen Gartenschau 1973 wurden die baulichen Anlagen ergänzt und in die Wallanlage integriert. Ein Café, das wie der Neubau aus dem Hang heraus in den Park hineinragte, wurde mit großem Volumen (Architekten unbekannt) projektiert, aber deutlich verkleinert gebaut.
rimpf Architektur erhielt mit seinem Hamburger Architekturbüro nach einem vorausgegangenen VOF-Wettbewerbsverfahren den Auftrag, einen vorliegenden Entwurf ab der Genehmigungsphase auszuführen. Aufgabenstellung war für unser Architekturbüro, neben der technischen und baulichen Sanierung die Erweiterung der beliebten Hamburger Anlage. Die Anlage, mit der sich viele Hamburger identifizieren, sollte um ein Multifunktionsgebäude und eine neue Eishobelgarage zu Lasten der weitläufigen Tribünen erweitert werden. Der Architekturentwurf sah ferner ein Café als Erweiterung in den Park hinein vor und die Verlegung des Haupteingangs zum Zugang am Holstenwall.

Barrierefreie Anbindung und Entwurfsüberarbeitung

Nach Überarbeitung des Entwurfes durch rimpf Architektur wurde das Café höhengleich an die Eisbahn angeschlossen und damit ohne Hilfsmittel barrierefrei an die Anlage angeschlossen. Die zentralen Sanitärbereiche wurden komplett neu konzipiert und mit selbstleuchtenden Bildwänden mit Motiven aus „Planten un Blomen“ zum besonderen Highlight.
Die bisher partiell geplante Verkleidung der Wände entlang der offenen Aufenthaltsbereiche entlang der Eisbahn wurde durch rimpf Architektur konsequent und durchgängig mit einer horizontal liegenden und robusten Rhombusschalung aus Lärchenholz, natur belassen bekleidet. Hierbei wurden nur allgemein zugängliche Bereiche und deren Türen ausgelassen.
Die vorherige Deckenverkleidung mit Holzleisten wurde entfernt, um den gedrungenen Eindruck der Anlage abzumindern. Die vorhandenen Beton- Rippendecken wurden saniert und sichtbar belassen.

Eine farbige Sport- und Freizeitanlage mit historischen Bezügen

Die Anlage ist eine Sport- und Freizeit-Spielstätte, deren Funktionalität und Nutzungsvielfalt im Vordergrund steht. Die Betonkonstruktion der Rippendecken, Unterzüge, Betonbrüstungen und Stützen sowie die Naturholzleisten der Wände und die ergänzten Glasfassaden sind die konsequent reduzierten,gestaltprägenden Bauelemente der Anlage.
Der schwarzgrüne Gummi- Noppenboden ist ebenfalls als funktionales Bauelement zurückhaltend. Auffällig und bunt sind die historisch beibehaltenen Bilder der Balkonbrüstungen. Von rimpf Architektur wurde die Farbgestaltung übernommen. Das Büro hat für diese gefärbten Bauteile eine Anleihe an die Farbenwelt der Olympischen Spiele in München 1972 gemacht. Die durchgängige Farbigkeit des Farbbandes, der einzelnen Gefache der Rippendecken und der Sonnenschutzlamellen verklammert und verbindet die Bauteile zur Gesamtanlage.