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Neubau des Technik- und Ökologiezentrums Eckernförde

Die Konzeption, die rimpf Architektur umzusetzen hatte, sah vor, unter ökologisch nachhaltigen Aspekten ein Zentrum zu schaffen, das verschiedenen, voneinander unabhängigen Unternehmen Raum und Infrastruktur bietet, um dann die erprobte Firmenidee im freien Wirtschaftsraum zu realisieren. Daraus resultiert eine hohe Fluktuation bei gleichzeitig wechselndem Raumgrößenbedarf der etablierten wie auch der neuen Mieter.
Aus den unterschiedlichsten Anforde­rungen entwickelte rimpf Architektur ein Gebäudemodul, bei dem aus addierbaren, kreuz­förmig organisierten Nutzflächen eine Viel­zahl von Raumkonfigurationen dargestellt werden kann.

Projektdaten

Ort: Marienthaler Str. 17, 24340 Eckernförde
Bauherr: 
Planung: 1993
Bauzeit: 1993 – 1995
Baukosten: 6.500.000 €
BRI: 12.000m3
Fotograf: Bernadette Grimmenstein

Addition von kreuzförmigen Gebäudemodulen

Im Eingangs­bereich sind der Geschäfts­bereich mit Sekretariat und Empfang sowie der Vortragssaal ansässig. Über diesen Foyerbereich, der gleichzeitig das Informationszentrum für Nutzer und Besucher darstellt, gelangt man in den überdachten Innenhof des Gebäudes.
Der zentrale Innenhof enthält die Cafeteria und ist als Ausstellungs- und Kommunikationszentrum nutzbar. Über den Innenhof werden alle Flächen im Erd­- und Obergeschoss erschlos­sen.
Im Zentrum der addierten kreuzförmigen Gebäudemodule sind jeweils Toiletten, Teeküchen, Fluchttreppen und Haus­technikstationen als Festpunkte ausge­bildet.

Ökologisch übergeordnetes Konzept

Ziel des Konzeptes war es, ein Gebäude zu planen, das wenig Energie benötigt und regenerative bzw. additive Energien nutzt.
Das Gebäude ist so konzipiert, dass sowohl die Architektur als auch die angewandte Haustechnik ein in der Umgebung sichtbares Zeichen für Umwelttechnologie setzen. Dies beinhaltet den Verzicht auf PVC, Mineralfaser, Polystyrol, Polyurethan usw., sowie den Einsatz recyclebarer, wiederverwendbarer bzw. kompostier­barer, möglichst nachwachsender Roh­stoffe.

Innovative Konstruktionen und ökologische Materialien

Die Baumaterialien sind nach öko­logischen und baubiologischen Gesichts­punkten ausgewählt. Verstärkte Dämm­schichten und der Einsatz von Wärme­schutzgläsern sind deshalb ebenso Bestandteil des ökologischen Konzeptes, wie der Einsatz intelligenter Technik beim Betrieb des Gebäudes. Rimpf Architektur hatte den Anspruch, durch innovative Konstruktionen und Materialien das ökologische Konzept des Gebäudes darzustellen, und in Einklang zu bringen mit der Aufgaben­stellung, ein funktionales und mängelfreies Gebäude zu erstellen.

Forschungsprojekt zu den ökologisch orientierte Einzelmaßnahmen

Im Rahmen eines Forschungsprojektes wurde das Gebäude innerhalb der ersten 3 Jahre von der FH Kiel/Eckernförde untersucht.
Die Luftqualität im Gebäude wird durch die Bepflanzung und das dadurch ent­stehende Mikroklima wesentlich verbessert. Die Atmosphäre im Gebäude wird durch wechselnde Formen und Farben der Pflanzen, deren Wachstum, Blüten, Düften und essbaren Genüssen in den ver­schiedenen Jahreszeiten positiv beeinflusst. Die mediterrane Bepflanzung der Halle entspricht den darin befindlichen klima­tischen Bedingungen.
Das Wechselspiel zwischen Glashalle und Büros bzw. Werkstätten trägt dazu bei, eine humane, menschenfreundliche Stimmung zu erzeugen, die zu Inspiration und Kreativität beitragen kann.