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Empfangsgebäude “Mitoseum” im Saurierpark Kleinwelka

Die Urzelle und ihre Teilung als Ursprung des Lebens ist sinnbildliche Entwurfsidee Empfangsgebäude in den Park. Der Prozess der Mitose ist als Anleihe an die Natur gleichsam Projektidee und Vorbild für die filigrane Konstruktion und Gestalt, die im Dialog mit der Natur steht. Die Bionik macht hier gleichsam die Entwicklung des Lebens sichtbar. Die Urzelle, die durch Zellteilung zum gebauten, weithin sichtbaren und signifikanten MITOSEUM wird, erweckt beim ankommenden Besucher erste Erwartungen. Die sechs Phasen der Mitose von der Interphase, der Prophase, der Prometaphase, der Metaphase, der Anaphase bis zur Telophase sind Vorbilder für die Entwicklung des Bauentwurfs und an diesem ablesbar. Bereits aus großer Entfernung werden die „Zellen“ durch ihre Höhe und ihrem Volumen sichtbar sein. Die Struktur und Farbe der transluzenten Außenhaut aus ETFE Folien steht für Natur und Leben. Durch die besondere Signifikanz und die identitätsstiftende Form wird dieses Empfangsgebäude zum unverwechselbaren Ort.

Projektdaten

Ort: Saurierpark 1, 02625 Bautzen
Bauherr: Beteiligungs- und Betriebsgesellschaft Bautzen mbH, Schäfferstraße 44, 02625 Bautzen
Wettbewerb: 12/ 2012 (1. Preis im Einladungswettbewerb)
Planung: 2012 – 2015
Bauzeit: 06/ 2015 – 04/ 2017
Baukosten: k.A.
BGF: 4.700m²
Fotograf: Michael Moser
Preise: Heinze Award 2017 – 1. Platz Publikumspreis, 15. Deutscher Verzinkerpreis 2017 für Architektur und Metallgestaltung – 3. Preis Kategorie Architektur, German Design Award 2018 – Winner Excellent Communications Design – Architecture, AIT Award – Best in Interior and Architecture 2018 – Special Mention I Kategorie “Sport/ Freizeit”, Iconic Awards 2018: Innovative Architecture – Selection, Stahl-Innovationspreis 2018 – 3. Preis Kategorie Stahl im Bauwesen, Red Dot Award 2018: Communication Design – Winner
Veröffentlichungen: AIT 7/8 2017, Architecturial Diggest 10/2017, Feuerverzinken 04/2017

Bauplatz und Erschliessung

Die vorhandene Topographie mit dem fallenden Gelände wird Teil der Inszenierung des Ankommens. Mit der sich zum Gebäude hin verengenden Zuwegung und den seitlichen wird ein Weg beschritten, der die Elemente Wasser und Erde erlebbar macht bis er schließlich durch die Gebäudestruktur hindurch in die sich teilenden Zellen hinein führt. Hier angekommen, öffnet sich durch die transluzente Membran der Außenhaut und die offene Struktur hindurch der Park mit dem „Feuertor“ und der „Ursuppe“. Auf dem Höhepunkt des Spannungsbogens verlässt der Besucher beim Betreten des MITOSEUMS die „wirkliche Welt“ und begibt sich in die Entwicklungsgeschichte der Erde und des Lebens.

Organisation und Funktion

Weiche und organische Formen im Inneren des Empfangsgebäudes unterstützen die Wegeführung und machen sie selbstverständlich. Das zentrale Foyer mit den angegliederten Funktionen Kartenverkauf, Vortragsraum, Shop, Bistro und den Nebenräumen ist folglich Zwischenraum der Zellen und deshalb als Bindeglied der einzelnen Funktionen abgeleitet vom Vorbild der Natur, ideal und absolut leistungsfähig in seiner Form.

Spektakuläre Konstruktion als Landmarke

Die Eingangsebene mit Bistro Shop und Vortragsraum, ist überspannt mit drei Kuppelkonstruktionen. Diese Kuppeln sind Leichtkonstruktion und symbolisieren die „Zellen“ der Mitose. Die Natur hat hierzu geniale, überlebensfähige und ästhetische Formen hervorgebracht, die Vorbild für die Kuppelmembranen sind. Die Anlehnung an Formen und Konstruktionen der Natur sind hier keine Plagiate, sondern zwingende Anleihen um eine intelligente, ästhetisch anspruchsvolle und wirtschaftliche Konstruktion zu entwickeln. Durch die transparente Außenhaut wird der Innenraum mit Tageslicht durchflutet. Nach Umkehr der Lichtverhältnisse bei Dämmerung werden die Zellmembranen zu leuchtenden Landmarken.